Die jüdische Volksschule in Burgpreppach (Lkr. Haßberge)

Seit 1818 besuchten die 20 jüdischen Jungen und 17 Mädchen aus Burgpreppach die katholische Schule. Nur für den Religionsunterricht beschäftigte die jüdische Gemeinde einen eigenen Lehrer. Erst 1866 entstand ein eigenes Schulgebäude, in dem ab 1872 unterrichtet wurde.

Aufgrund sinkender Schülerzahlen gab die jüdische Gemeinde ihre Schule 1920 auf. Eine Privatschule sicherte noch einige Jahre eine grundlegende schulische Bildung. Die jüdischen Mädchen besuchten bis 1938 darüber hinaus den Handarbeitsunterricht an der öffentlichen Schule.

Im Schuljahr 1932/33 lernten noch 17 Schülerinnen und Schüler an der privaten jüdischen Schule, 1937 waren es nur noch sieben Kinder. Mit den Novemberpogromen 1938 endete das jüdische Schulleben in Burgpreppach. Anfang 1942 lebte keine jüdische Familie mehr im Ort.

Objekttyp Fotografie
Datierung 1934
Herkunftsort Burgpreppach
Bildnachweis
  • Privatbesitz