Die jüdische Schule in Oettingen (Lkr. Donau-Ries)
In Oettingen bestand bereits seit 1824 eine jüdische Volksschule. Landflucht und sinkende Geburtenzahlen führten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Rückgang der jüdischen Bevölkerung. Um die Volksschule aufrechterhalten zu können, kamen seit 1923 auch jüdische Kinder aus den benachbarten Orten Hainsfarth und Lehrberg nach Oettingen.
Der plötzliche Tod des Lehrers Leopold Gutmann (1869–1930), der seit 1898 in Oettingen unterrichtet hatte, bedeutete zugleich das Ende der jüdischen Volksschule. Fortan wurde nur noch Religionsunterricht erteilt. Die letzten acht jüdischen Einwohner Oettingens wurden Anfang April 1942 deportiert.
Auf dem Foto:
Vordere Reihe (von links): Getta Steinharter, Erich Springer, Leopold und Martin Weissmann, Fritz Springer, Norbert Obermeyer, Erna Springer
Stehend (von links): Fanny Steinharter, Irmgard Herrmann, Rahel Gutmann, Lehrer Leopold Gutmann, Mali Rahelson, Karola Gutmann, Ilse Hermann
| Objekttyp | Fotografie |
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| Datierung | um 1926 |
| Herkunftsort | Oettingen (Lkr. Donau-Ries) |
| Bildnachweis |
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