Ein Lehrerehepaar im 19. Jahrhundert

Koppel und Rebekka Ullmann

Auch an der Schule in Ichenhausen mussten die Lehrer und Lehrergehilfen oft unter schwierigen persönlichen und finanziellen Verhältnissen Unterricht erteilen. Ein gutes Beispiel dafür ist der jüdische Lehrer Koppel Ullmann (1808–1886) aus dem fränkischen Schnaittach.

Koppel Ullmann schreibt immer wieder an seine in Schnaittach verbliebenen Brüder. Sein Sohn Isaak (1857–1922) wird später in einem Schnaittacher Textilgeschäft arbeiten. Isaak ist trotzdem in den Augen seines Vaters das schwarze Schaf der Familie, das acht gemeinsame Kinder hat. Der umfangreiche Briefverkehr wird heute im Marktarchiv der Gemeinde Schnaittach aufbewahrt.

Koppel Ullmann kommt 1830 nach Ichenhausen und heiratet Rebekka Schmal (1830–1890). Erst ab 1863 scheint er als Schulgehilfe an der jüdischen Volksschule tätig zu sein. 1873 steigt er endlich zum ordentlichen Lehrer auf, unterrichtet die II. Klasse und bezieht damit ein festes Gehalt. 1877 geht Koppel Ullmann in Rente. Seine Gattin Rebekka Ullmann bleibt nach dem Tod ihres Mannes 1886 in Ichenhausen und bezieht eine Witwenrente.

Objekttyp Fotografie
Datierung vor 1889
Weblinks
Bildnachweis
  • Jüdisches Museum Franken | Marktgemeinde Schnaittach