Haskala

Der hebräische Begriff Haskala (השכלה) bezeichnet die sogenannte jüdische Aufklärung. Sie ist Teil der europäischen Aufklärungsbewegungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und verfolgt das Ziel, das traditionelle Judentum mit der modernen Kultur ihrer Zeit in Einklang zu bringen. Dabei kommt es immer wieder zu Differenzen zwischen den Anhängern einer Reform des Judentums und denen der jüdischen Orthodoxie.

Gleichzeitig beginnen deutsche Staaten, das Schulwesen zu modernisieren. Sie führen schrittweise die allgemeine Schulpflicht für nicht-jüdische wie jüdische Kinder ein. Bayern zählt jedoch zu den Regionen, in denen die Ideen der Haskala keine größere Bedeutung haben. Das traditionelle jüdische Schulwesen – geprägt von Religionsunterricht, Hebräisch-Unterricht und Privatlehrern – bleibt bis zur Einführung der Schulpflicht zu Beginn des 19. Jahrhunderts weitgehend unverändert.

Moses Mendelssohn (1729–1786)

Jüdischer Philosoph, Lehrer und Schlüsselfigur der jüdischen Aufklärung »Haskala«

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(Foto: Vorstand der Deutschen Jahrhundertausstellung (Hg.): Katalog zur Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775–1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin, 2 Bände, München 1906. Gemeinfrei: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30434128)

David Friedländer (1750–1834)

Seidenfabrikant und zentraler Vertreter der jüdischen Aufklärung »Haskala«

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1781 gibt David Friedländer das Lesebuch für jüdische Kinder in deutscher Sprache heraus. Das Werk ist eines der frühesten deutschsprachigen jüdischen Schul- und Kinderbücher der Haskala. Ursprünglich 1779 in Berlin erschienen, fand die Prager Ausgabe von 1781 größere Verbreitung.

(Foto: Eugen von Breza (Hg.): Gallerie der ausgezeichnetsten Israeliten, Stuttgart 1834. Litograph: Gottfried Küstner (1800–1864). Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=11530911)

Rahel Varnhagen von Ense (1771–1833)

Berliner Salonnière und Vertreterin von Frühromantik und Emanzipation

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