Jüdische Schulen in Bayern
In vielen Städten und Gemeinden mit einem bedeutenden jüdischen Bevölkerungsanteil gab es Mitte des 19. Jahrhunderts keine jüdischen Schulen. Die jüdischen Gemeinden begründeten dies meist mit fehlenden finanziellen Mitteln für eigene Lehranstalten. Oft war es nur größeren Gemeinden möglich, eigene Schulen unter staatlicher Aufsicht einzurichten. Daher besuchten viele jüdische Kinder christliche Volksschulen. Der Religions- und Hebräisch-Unterricht blieb indes weiterhin in der Verantwortung der jüdischen Gemeinden und erfolgte getrennt vom eigentlichen Schulunterricht.
Im Schuljahr 1851/52 bestanden in Bayern 153 israelitische Schulen. Bereits 20 Jahre später hatte sich ihre Zahl auf 133 jüdische Einrichtungen reduziert. Demgegenüber existierten im Königreich um die Mitte des 19. Jahrhunderts 4810 katholische und 2150 protestantische Lehranstalten.
(Foto: © Privatbesitz / Plakatentwurf neonpastell, Augsburg)